Jede Pfütze mitnehmen

Verfasst am 31. August 2010 in Training | 2 Kommentare »

SchlammWarum ich die letzten Tage so laufunwillig war? Ich weiß es nicht. Eigentlich kann es am Regen nicht liegen, denn der hat mich (zumindest was das Laufen angeht) eigentlich noch nie groß gestört. Im Gegenteil: Der hiesige Boden weicht wunderbar auf bietet so reichlich Gelegenheiten sich richtig einzusauen. Grund genug die Trailschuhe aus dem Schrank zu holen und die Wege ohne Pfützenslalom, sondern gerade durch zu beackern. Böse Blicke erntet man allenfalls vom Damenwalktreff, der sich beim Hindurchschlängeln zwischend den Pfützen beim Gänsestockmarsch behindert fühlt.

Trotzdem hoffe ich, dass der Regen sich nun noch eine Weile verzieht und mir ein wenig Sonnenschein im Spätsommer gegönnt ist. Dann klappts bestimmt auch wieder mit dem Einstieg in den Trainingsplan. Vielleicht habe ich mich von jetzt auf gleich auch einfach zu sehr gefordert. Die Marathonträume für das nächste Frühjahr stehen allerdings noch – also sollte ich mir zu viel Zeit für Lustlosigkeit auch nicht gönnen.

Unlust

Verfasst am 29. August 2010 in Wettkampf | 4 Kommentare »

LichtspieleUnd wieder etwas neues für mich: Gestern fand der alljährliche Ruhrauenlauf statt, an dem ich bisher auch schon zwei Mal teilgenommen habe. Aus purer Unlust jedoch habe ich ihn dieses Jahr sausen lassen. Schnell laufen, Wettkampf, Hektik – mir war einfach nicht danach. Und auch wenn das nur eine schwache Ausrede ist: Vielleicht war das ganz gut, denn den Nachmittag über wurden uns mehrere Gewitter und heftigste Regenschauer beschehrt.
In ungewohnter Kühle bin ich am Abend dann doch noch rund eine dreiviertel Stunde gelaufen; durch die Schwaden der aufsteigenden Feuchtigkeit in der Abendsonne.

Was mag nur mit mir los sein? Die Motivation der letzten Wochen scheint wie verflogen, stattdessen sind die Beine schwer und die Ausreden, um nicht zu laufen, erstaunlich plausibel. Aber gute Zeiten wechseln sich mit schlechten ab – so ist das nun einmal. Und solange ich selbst in schlechten Zeiten noch 20, 30 Kilometer in der Woche unterwegs bin, ist das schließlich Jammern auf hohem Niveau.

Nahalpin Run

Verfasst am 19. August 2010 in Training | 2 Kommentare »

AllgäuWenn sich besondere Gelegenheiten bieten, sollte man diese auch nutzen. Von der Arbeit aus ins Allgäu gesandt, habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch hier meine Runde zu drehen. In Sichtweite der Berge (wenn auch leider von Wolken verhangen) lief es sich trotz der ungewohnt vielen Höhenmeter leicht und zügig.
So grün es bei mir am Rande der Ballungen des Ruhrgebiets auch schon sein mag – die heile bayrische Welt scheint wie von einem anderen Planeten: Wenig Verkehr, dafür Kuhglocken und Trachten; mein Alltag unterscheidet sich doch ziemlich von den Bedingungen hier. Immer wieder erstaunlich, wie abwechslungsreich Deutschland sein kann.

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Dauerlauf im Dauerregen

Verfasst am 17. August 2010 in Training | 2 Kommentare »

RegenSeit nunmehr einigen Tagen hat der Regen Einzug gehalten. Das warme und sonnige Wetter scheint erst einmal vorbei zu sein, stattdessen herrschen Wolken vor. Das Wochenende verlief läuferisch für mich nicht ganz wie gewünscht. Während der Lauf am Freitag abend noch relativ okay war, ging am Samstag nicht mehr viel. Geplant war eigentlich ein weiterer 20er gewesen, doch bereits nach elf Kilometern brach ich ab, da sich ein leichtes, aber permanentes Stechen im Knie bemerkbar machte. Außerdem fühlte ich mich leer und ausgelaugt. Vielleicht brauchte der Körper tatsächlich mal etwas Zeit zum Regenerieren nach den Anstrengungen der letzten Wochen. Denn auch am Sonntag war kein Blumemtopf zu gewinnnen: Die fehlenden neun Kilometer nachzuholen war nicht drin.

Umso erstaunlicher, als ich mich gestern wieder frisch und fit fühlte. Im Dauerregen lief ich “lockere” gut zehn Kilometer, wobei ich trotz entspannten Laufstils sehr schnell bei 5:45er Zeiten angekommen war. Was Ruhe und Regeneration doch ausmachen können! Und wieder einmal merke ich, dass man zwischendurch auch mal auf seinen Körper hören muss. Manche Pause ist schlichtweg nötig – egal was gerade auf dem Trainingsplan steht.

Man muss nur wollen

Verfasst am 9. August 2010 in Training | 2 Kommentare »

SonnenuntergangAbstand – das war das Ziel des vergangenen Wochenendes. Umgesetzt durch die Möglichkeit, zwei Tage in Butjadingen an der Nordsee zu verbringen. Natürlich hatte ich die Laufschuhe mit um mir nach einer gefühlten Ewigkeit wieder einen Lauf am Wasser zu gönnen. Nach den Läufen der letzten beiden Wochen hatte ich mir die Vorgabe aufgestellt, erst zu wenden, wenn die 405 mir das Erreichen von 12,5 km bescheinigt. Sollte ich es nicht zurück schaffen, hätte ich im Notfall die Möglichkeit gehabt, mich abholen zu lassen. Doch wer will sich einer solchen Schmach hingeben?

Bei meist sonnigem und dann auch sehr warmen Wetter ging es los. Die Beine waren zwar ohnehin schon einigermaßen müde, doch im immergleichen Trott ging es stets weiter vorwärts. Mit dem Hörbuch auf den Ohren und dem Deich zur Seite gingen die Kilometer unbemerkt vorbei und in entspanntem Tempo erreichte ich schließlich den Wendepunkt. Kurz rauf auf den Deich, Fotos machen und die Aussicht genießen. Dann ging es auf den Rückweg.
Der Hinweg hatte zwar leichten Gegenwind geboten, damit allerdings auch Kühlung. Der Rückweg wurde in der Mittagszeit dagegen zumehmend wärmer und beschwerlicher. Nach 15 km hatte ich richtig Durst, nach 20 km hätte der Lauf rühmlich enden können. Doch ich trieb mich weiter, langsam und stetig. Und so gingen die Straße – alle 100 m entsprechend beschildert – quälend langsam nur an mir vorbei. Der letzte Kilometer hatte mit laufen nicht mehr allzu viel zu tun. Doch ich habe durchgehalten und bin angekommen; nach akzeptablen 2:37 h. Um dem Ganzen auch noch die Krone aufzusetzen habe ich mit diesem Lauf gleich auch noch die 1.000 Jahreskilometer vollgemacht. Man muss halt manchmal einfach nur wollen.

Zurückgelassen

Verfasst am 4. August 2010 in Nachgedacht | Kommentare deaktiviert

Die vergangenen Tage waren sehr schwierig und von Traurigkeit geprägt. Es gibt Ereignisse, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Abstand und Stille nach außen mögen eine Möglichkeit sein, mit Unerwartetem fertig zu werden. Auf der anderen Seite steht das hohe Gut, Trost spenden, aber auch empfangen zu dürfen.

Ein Lauf über altbekannte Wege, Ablenkung durch Intensität bis hin zur völligen körperlichen Erschöpfung. Intervalltraining und lange Läufe bringen Belastungen, wie ich sie mir lange nicht mehr zugemutet habe und vertreiben die Schwere zumindest für kurze Zeit. Das mag meine Art der Bewältigung sein.
Was bleibt, sind Erinnerungen gegen das Vergessen und die Hoffnung, die geschenkte Zeit genutzt zu haben.

Immer weiter (II)

Verfasst am 17. Juli 2010 in Training | 3 Kommentare »

DoppelbockWunder muss man zwar nicht erwarten, wenn man gute drei Wochen keinen Meter gelaufen ist, doch wie gut es in dieser Woche gelaufen ist, wundert mich schon. Da habe ich in der Vergangenheit härtere Laufpausen bzw. -wiedereinstiege erlebt. Nach 6, 6, 8 und 10 km von Montag bis Donnerstag und einem freien Tag gestern habe ich den samstäglichen Vormittag genutzt, um meine “gewohnte” Strecke von rund elf Kilometern zu absolvieren. Völlig problemlos. Mal sehen, womit ich morgen die Woche abschließen kann.

Die Ruhe nach dem Sturm

Verfasst am 14. Juli 2010 in Training | Keine Kommentare »

SonnenuntergangWas für eine Woche bislang. Bereits am Montag konnte ich mein bereits drittes Blogiläum feiern, weshalb ich nach dem knieschonenden Wochenende auch eine gemütliche Runde von sechs Kilometern in der Früh lief. Trotz der frühen Stunde stand das Thermometer schon jenseits der 25 °C und drängte einen somit auch nicht zum schnellen laufen. Den Tag über fegte dann ein wahrer Orkan über das Ruhrgebiet hinweg. Als ich gestern morgen eine weitere Runde durch den Wald drehte, fand ich reihenweise umgestürzte Bäume vor, teils noch quer über die Wege liegend.

Heute Morgen hatte ich leider keine Gelegenheit für einen laufenden Start in den Tag, also musste ich meine Laufrunde auf den Abend verschieben – und erst einmal das erneute Unwetter abwarten, das dort über uns hinweg zog. Kaum hatte sich das Gewitter einigermaßen verzogen, ging es gegen 21 Uhr los in Richtung Wald. Wieder hatte der Wind gewütet und neuerlich Bäume aus dem Boden gerissen. Eine gespenstische Atmosphäre herrschte, als – noch begleitet vom Ächzen der in Mitleidenschaft gezogenen Bäume und Äste – die Feuchtigkeit in dicken Schwaden teils meterhoch von den asphaltierten Wegen aufstieg. Dazu das Ganze noch beleuchtet von der tief und orange darstehenden Sonne.

Unter diesen Bedingungen ging es relativ leichten Fußes einen rund vier Kilometer langen Weg entlang. Kaum an der Wendemarke angelangt, fing es wieder sehr deutlich an zu regnen. Alles in allem also ein lohnenswerter Lauf, vor allem weil das Tempo von etwa 5:45/km mir bei weitem nicht so zügig vorkam. Acht Kilometer und keine körperlichen Beschwerden – ein schönes Gefühl, dass ich wieder zurück auf der Strecke bin.

Belastungsprobe

Verfasst am 8. Juli 2010 in Training | Keine Kommentare »

SonnenuntergangKnapp vier Wochen ohne Laufen. Und das während einer Zeit, die man dann wohl wirklich einmal als Sommer bezeichnen kann. Doch weil man sich seine Krankheiten und Verletzungen nicht aussuchen kann, musste die Laufpause sein. Gestern, rund zweieinhalb Wochen nach der Leistenoperation dann der erste Laufversuch bei abendlichem Sonnenschein. Eigentlich hatte ich zwei, drei Runden auf der Laufbahn geplant, doch kurzfristig hatte ich mich für die Umlaufung des Heidesees entschieden.

Die Uhr erhält die Vorgabe mich auf einem 6:20er Tempo zu halten und schon geht es los. Kaum losgelaufen sagt der Blick zur Uhr, dass an dieser Stelle die erste Runde auf der Bahn beendet wäre. Kurz darauf die zweite. Es läuft sich erstaunlich problemlos, trotz der Hitze. Nach den ersten eintausend Metern ein Zwischenstop mit kurzem Hinhorchen ob auch alles in Ordnung ist. Nach 2,5 km das gleiche. Zum Abschluss mache ich noch mal einen Abstecher den Weg zurück und nehme mir ein wenig Zeit für das Seepanorama. Für solche Eindrücke war bei meinen Läufen sonst nie die Gelegenheit.

Dann, nach exakt vier Kilometern, bin ich wieder zurück. Der Leiste geht es gut und der Entschluss, dass ich bereits wieder morgen laufen will steht fest. Nur mein rechtes Knie hat den Lauf nicht völlig unbeschadet überstanden: Das betont langsame Laufen war anscheinend zu viel der Belastung. Naja, auch das wird schon wieder werden.

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Sommerpause

Verfasst am 24. Juni 2010 in Allgemein | 6 Kommentare »

SonnenuntergangManchmal kann das Leben ganz schön gemein sein: Da freut man sich förmlich ein Loch in den Bauch, dass es mit der eigenen Leistung so aufwärts geht – und dann entpuppt sich dieses Loch als Leistenbruch. Pech gehabt!
Außer einer OP blieb da leider wenig Spielraum für sonstige Behandlungsmöglichkeiten. Es kann einen zwar sicherlich auch schlimmer treffen, doch mit dem Laufen ist es in den nächsten Tagen natürlich erst einmal wieder vorbei. Die gute Nachricht ist jedoch: Bereits nach zwei bis drei Wochen soll alles wieder voll belastbar sein. Die Zeit bis dahin nutze ich als Sommerpause zur Erholung des Körpers – um dann hoffentlich wieder voll Gas geben zu können.