Winterlaufserie 2010 (II)

Verfasst am 7. März 2010 in Wettkampf

WinterlaufserieVier Wochen gehen schnell vorbei. Und so war es gestern schon wieder an der Zeit nach Duisburg zur zweiten Runde der Winterlaufserie zu fahren. Die Vorbereitung alles andere als optimal, aber das eigentliche Ziel “nur nicht so schlecht wie im letzten Jahr” steht noch und kann als durchaus realistisch bewertet werden. Zur Organisation des Laufs kann wie immer nur Positives berichtet werden; nachdem man seine Startunterlagen ohnehin schon vom ersten Lauf hat, ist die logische Ablaufreihenfolge: Ankommen, Aufstellen, Loslaufen. Einfacher kann es nicht sein – aufgeregt bin ich trotzdem. Das Adrenalin vor einem Start kann man einfach nicht abschalten. Auch nicht, wenn es gänzlich unnötig ist.

Den Start selbst hat in meinem Umfeld niemand wirklich mitbekommen. Startschuss? Muss wohl gewesen sein, immerhin bewegt sich der Pulk vorwärts. Von da an bewegte ich mich punktgenau zwischen 5:30 und 5:35/km vorwärts. Ein Tempo, dass einigermaßen locker zu laufen war und mir auf jedem Kilometer einen kleinen Puffer zur Vorjahreszeit würde aufbauen lassen. Nach zwanzig Minuten waren dann auch endlich meine Hände und Füße wieder aufgetaut, die beim Stehen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Startaufstellung gefühllos geworden waren. Der leichte Wind war kalt, aber auf den ersten Kilometern immerhin weitenteils im Rücken. Schlimm wird dies also erst auf den letzten drei, vier Tausend Metern, wenn man dann dagegen anlaufen muss.

Der Lauf wäre wohl reichlich ereignislos verlaufen, wenn ich mir beim letzten Lauf unter der Woche nicht eine heftige Blase gelaufen hätte, die nach rund einer halben Stunde wieder sehr deutlich zu sprüen war. Unglücklicherweise hatte ich da noch eine knappe Stunde des Laufens vor mir liegen. Doch wegen einer solchen Unannehmlichkeit aufgaben würde niemals in Frage kommen. Immerhin: Solange man läuft, merkt man noch nicht zu viel von dem aufkommenden Problem.

StartnummerNach gut acht Kilometern findet sich traditionell der Wasserstand. Bei den Temperaturen ist ein Schluck kaltes Wasser allerdings so ziemlich das letzte wonach es mich lüstet. Da freue ich mich lieber auf angewärmte Getränke im Zielbereich. Hach ja… Zielbereich. Die Gedanken schweifen ab. Bedingt durch die bereits dritte Teilnahme an der Laufserie ist mir die Wegführung mittlerweile einigermaßen vertraut. Ich folge den Läufern mit angenehmen Tempo vor mir und genieße den Abschnitt durch den Wald. Erstaunlich: Vor zwei Jahren fand ich dieseen Abschnitt gar nicht so toll, macht er einem doch den Schnitt kaputt. Doch nachdem ich meine Alltagsrunden auf ähnlichem Geläuf absolviere weiß ich die Landschaft um mich herum mehr zu schätzen als den Vorteil von zwei, drei eingesparten Sekunden beim Zieleinlauf. Richtig wieder zu mir komme ich ungefähr bei Kilometer 11 als es wieder auf Asphalt geht – und zunehmend in den Gegenwind.

So fängt die Strecke sich zu diesem Zeitpunkt an zu ziehen. “Nur noch an der Regattastrecke entlang” denke ich – aber das sind halt immer noch knapp  zwanzig Minuten. Richtig hart wird das Laufen eigentlich auch zum Schluss eher durch den schmerzenden Fuß, weniger durch körperlichen Grenzgang. Das Ziel vor Augen zu haben ist dennoch eine immer wieder schöne Erfahrung. Gute oder schlechte Endzeit; egal, denn die letzten Meter fühlen sich eigentlich immer gut an.

Heute nun macht mir der erstaunlich heftige Muskelkater zu schaffen. Da freue ich mich noch nicht wirklich auf den Halbmarathon in bereits drei Wochen. In den nächsten zwanzig Tagen muss ich konsequenz trainieren, sonst dürfte das mit dem Ankommen noch zum Problem werden. Aber immerhin: Ankommen ist das Minimalziel, denn das habe ich im Vorjahr nicht schaffen können. Eine Schmach, die mich immer noch wurmt. Das wird in diesem Jahr nicht passieren!
Und weil es gerade so gut hinkommt: Dies ist mein 200. Beitrag. Ein kleines Jubiläum also. Schön, dass es auch Positives zu vermelden gab!

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  1. 3 Kommentare in “Winterlaufserie 2010 (II)”

  2. Verfasst von Sinusläufer am 8. März 2010

    Das läuft doch rund. Blogjubiläum und eine schöne Zielzeit. Am besten gefällt mir aber das du den Waldabschnitt mehr geschätzt hast. So bleibt der Genuß erhalten.

    Glückwunsch, war doch eine saubere Leistung!

  3. Verfasst von Laufhannes am 9. März 2010

    Das ist schon lustig, wenn selbst bei einem “Wettkampf” die Gedanken abschweifen können, weil man die Strecke so gut kennt und man “einfach nur läuft”. Glückwunsch zum guten zweiten Teil der Laufserie – den Halben packste auch noch.

  4. Verfasst von 42195-blog.de am 9. März 2010

    Sinusläufer:
    Tja, wenn es für gute Zeiten nicht reicht, ist der Genuss doch alles, was einen noch antreibt.

    Laufhannes:
    Obwohl das dem Wettkampfgedanken ja schon irgendwie entgegensteht. Aber ich will nicht klagen.

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